Bild: CD Front Bild: Textkarten

Inventuren – Regina Dürig, Christian Müller, Frank Heierli & Beni Weber
deszpot #002 / Limitierte und nummerierte Edition von 300 Unikaten

Die Prosa gibt es, die Musik, die Aufnahme: Inventuren ist ein interdisziplinäres Werk, welches Musik und Text und die vorhandene Welt zusammenbringt. Die eigens für dieses Projekt geschriebenen Texte von Regina Dürig und die elektroakustische Klanglandschaft bilden gemeinsam ein tiefgründiges und fein verspieltes Hörstück.

Der Kern von Inventuren ist eine gemeinsame Beschäftigung und gegenseitige Inspiration von Regina Dürig und Christian Müller. Das Werk erkundet eine neue Form im Zusammenspiel von Text und Musik. Die Autorin (Regina Dürig) verfasste einen Textzyklus aus Prosaminiaturen und las die Texte, dazu entstand – gespielt von Christian Müller (Kontrabassklarinette & Elektronik), Beni Weber (Schlagzeug) und Frank Heierli (Cello) – ein musikalisches Gegenüber. Nicht eine Vertonung des Textes, sondern vielmehr ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Text und Musik macht den künstlerischen Kern des Werks 'Inventuren' aus.

Die ungewöhnliche Textform zwischen Prosa-Miniatur und Gedicht ist in der Beschäftigung mit Inger Christensens Langgedicht Alfabet entstanden und tut vor allem eines: die Welt und die Beobachtung der Welt beobachten. In einer poetisch-reduzierten und präzisen Sprache widmen sich die Texte von Regina Dürig zum Beispiel den Gärten, den Tieren, der Haut und dem Quadrat.

Der Textzyklus Inventuren wurde mit dem Jury- und dem Publikumspreis Wartholz 2011 ausgezeichnet.

Die Veröffentlichung Inventuren besteht aus einer Audio-CD und dem Textzyklus in Form von im Hochdruck gedruckten Textkarten. Die handgefertigete Stempelung der CD-Hülle und die aussergewöhnliche Druckform der Textkarten machen aus jedem der 300 Exemplare ein Unikat.


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Igel



Tiere



Quadrat



Schweigen / Rest

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Bild: CD Bild: Dürig-Heierli-Müller-Weber

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· Reviews/Rezeption:

«... Wie mit Eva-Augen, mit Kaspar Hauser-Augen stellt sie [Regina Dürig] fest: Gärten gibt es, Tiere, Bruder und Mutter, Orte, Cowboys, Haut und Angst, Unterschiede gibt es und Wiederholungen. Dieses existentielle Konstatieren geht einher mit Musik, so wie man mit seinem Hund spazieren geht. Mal geht er bei Fuß, mal trödelt er hinterher, meist schnuppert er voraus. [...] Während Dürigs alliteratives ABC ver­wundert feststellt, was es alles gibt, was es immer wieder gibt, was es nicht mehr gibt, im­provisiert das Trio dazu elektroakustisch geräuschhafte oder dröhnend rumorende Illu­strationen und Kontraste, mit wechselnden Akzenten auf Bassklarinette, Cello oder per­kussivem Patschen oder Klopfen. Dürigs Inventarium wird derweil immer [...] detailreicher. Um das Alphabetisieren von Dingen wu­chern Gefühltes und Erfahrenes. Erkenntnis zieht ihre knisternden, schleifenden Klang- und Schneckenspuren, 'Angst' zieht sich als Akrostichon quer durchs ganze Alphabet und das scheint mir nicht das einzige Abecedar zu sein und noch weniger das letzte Wort.»
Rigo Dittmann, Bad Alchemy 76

«A new Swiss label, Deszpot, just released their first two albums. This one is a poem/music hybrid. Poet Regina Dürig reads her poems (in German), backed by improvisations by Christian Müller (contrabass clarinet, electronics), Frank Heierli (cello) and Beni Weber (percussion, electronics). 24 poems, all cast in the same mold: "[x] exists." Rich imagery, interesting ideas, but the form and the delivery are repetitive (I understand very little German, but I was provided with English translations of a few poems). The music goes through a deconstruction process in the course of these 24 short tracks, from acoustic and near melodic improvisation to increasinly fragmented, chopped works polluted by electronics. The language barrier is high, but the project is sound.»
François Couture, Monsieur Délire

«Inventuren est une suite de 24 pièces de musique électroacoustique et de textes récités. Les textes, entre la prose sensible et la poésie réaliste, "24 miniatures", sont lus et écrits par Regina Dürig, une jeune poète allemande qui réside en suisse. Quant au musicien, on trouve Christian Müller, fondateur de ce nouveau label qui publie ce disque, à la clarinette contrebasse et à l'électronique, Beni Weber au violoncelle et Frank Heierli à la batterie et à l'électronique. La voix uniquement parlée est monotone, les textes sont fondés sur la répétition, et à ses côtés la musique (improvisée la plupart du temps) est principalement électronique et souvent assez minimaliste. L'univers produit par ces quatre artistes sort des catégories et des étiquettes, il s'agit avant tout d'une tentative et d'une expérimentation pluridisciplinaire, il s'agit de faire cohabiter l'écriture, la poésie, la musique et l'improvisation. Ces 24 propositions sont en ce sens plutôt réussie, il y a une véritable communauté artistique où chacun a sa place en-dehors et à l'intérieur de sa fonction (musicale, sonore, signifiante, littéraire, etc.). Les quatre individus sont un appui pour chacun, ce n'est pas une musique d'accompagnement et la voix n'est pas en mode soliste ni récitative et uniquement chargée de sens. Ceci-dit, la musique manque parfois de consistance et l'aspect répétitif et monotone peut paraître redondant ou rébarbatif. Une tentative néanmoins intéressante et originale de conciliation des disciplines fondée sur l'intimité et une bonne écoute.»
Julien Héraud, improv sphere